Benimmregeln

Benimmregeln

    

Darf ich mir die Serviette um den Hals binden?Kann ich den Gürtel lockern?

     Wie benehme ich mich anständig zum Essen….
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Wünscht man vor dem Essen immer einen „Guten Appetit“?

 Das hat sich so eingeschliffen, ist aber falsch! Nur wer gekocht hat, darf „Guten Appetit“ wünschen. .

 

Muss ich japanisches Sushi mit Stäbchen essen oder kann ich die Gabel nehmen?

 Wenn sie nicht mit Stäbchen umgehen können, essen Sie lieber mit den Händen. .

 

Ich bin eingeladen und möchte Nachschlag haben. Wie mache ich auf mich aufmerksam?

 Loben Sie das gute Essen. Die Gastgeberin weiss dann schon, was Sie meinen. .

 

Darf ich das letzte Stück Fleisch von der Platte nehmen?

 Niemals! Warten Sie ganz lange und fragen Sie dann erst die anderen. .

 

Darf ich mir während des Essens den Gürtel ein Loch weiter schnallen?

 Nie! Machen Sie eine Fastenkur, wenn die Hose zu eng ist. .

 

Muss ich immer eine Serviette benutzen?

 Ja! Egal, ob aus Stoff oder Papier. Nichts ist schlimmer, als sich die Finger abzulutschen.

 

Darf ich mir die Serviette beim Spaghetti-Essen auch umbinden? Nur, wenn Sie unter 12 Jahre sind. Als Erwachsener macht man das nicht mehr. .

 

Was gilt in der Kantine?

 Rücken Sie anderen Kollegen in der Pause nicht zu sehr auf die Pelle. Und seien Sie freundlich zum Servicpersonal! .

 

Darf ich mit allen Getränken anstossen?

Mit Wasser und mit Aperitif (Champagner, Cherry) nicht. Ansonsten kann man mit allem anstossen. .
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Darf ich „lecker“ sagen, wenn’s mir geschmeckt hat?

 In der Imbissbude ja. Am Tisch sagt man „köstlich“.


 

 Opa hat es noch gewusst:Man küsst der Dame die Hand,hilft ihr aus dem Mantel.Aber ist es heute auch noch angesagt-oder macht ein ann sich damit lächerlich?

 

Wer ruft zurück,wenn das Telefongespräch unterbrochen wurde?

Für Handy und Festnetz gilt:Wer angerufen hat,muss es wieder probieren!


 

Sagt man noch Fräulein zur Kellnerin?

Nein!Das ist völlig veraltet.Machen sie die Kellnerin mit bitte“ oder hallo“ auf sich aufmerksam.


Muss mann einem Doktor oder Professor immer mit dem Titel anreden?

Ja!, immer mit dem höchsten akademischen Grad zuerst.Erst wenn man sich kennt,kann man den Titel weglassen.


Grüssen Männer noch immer die Frauen zuerst?

Im Privatleben gilt das noch.Im Beruf grüsst der Untergebene zuerst-egal,ob Mann oder Frau.


Darf ein Azubi seine Chefin mit Handschlag begrüssen?

Nein! Die Chefin entscheidet,ob sie ihrem Lehrling so begrüssen will.


Bietet noch immer der Ältere dem Jüngeren das du an?

Im Privatleben gilt das immer noch.In der Firma reiert die Hierarchie:Der jüngere Chef kann entscheiden,wen er duzen will.


Bleibt eine Frau bei der Begrüssung sitzen?

Nein! Im Berufsleben muss auch die Frau zur Begrüsung aufstehen.


Ist es noch eine Kavaliersgeste,einer Frau in den Mantel zu helfen?

Ja,es ist noch immer eine nette Geste.Die moderne Frau kann aber auch dem Mann in den Mantel helfen.


Gibt es noch den guten alten Handkuss noch?

Ja,in unserem Nachbarland Österreich und in Ungarn wird viel auf die Hand geküsst.


Sagt man zur Brgrüssung noch angenehm?

Nein! Die neue,moderne Version heisst:Ich freue mich,dass wir uns kennen lernen.

Händeschütteln

Regel Nummer eins: Ob es zum Händeschütteln kommt, bleibt dem Chef überlassen. Steuern Sie also nicht gleich mit ausgestreckter Hand auf ihn zu.


Regel Nummer zwei: Schauen Sie beim Händeschütteln dem Gegenüber in die Augen. Blickkontakt ist in unserem Kulturkreis unverzichtbar.


Regel Nummer drei: Ein kurzer kräftiger Händedruck ist perfekt. Drücken Sie weder zu fest zu, noch zu schwach – beides ist für Ihr Gegenüber unangenehm und macht einen schlechten Eindruck.


Regel Nummer vier: Die andere Hand aus der Hosentasche nehmen, es wirkt sonst ausgesprochen unhöflich.


Regel Nummer fünf: Nicht die Hand über den Tisch hinweg reichen, wenn es auch anders geht. Das schafft Distanz und ist ausserdem unbequem.


Regel Nummer sechs: Neigen Sie zu feuchten Händen? Bitte dringend vorm Händeschütteln unauffällig abwischen oder besser waschen!

 

Namen merken

Peinlich, peinlich! Kaum hat Ihr Gegenüber seinen Namen genannt, haben Sie ihn schon wieder vergessen oder Sie haben ihn gar nicht richtig verstanden. Fragen Sie sofort nach! Nach einem freundlichen: "Entschuldigung, ich habe Ihren Namen nicht richtig verstanden" wird Ihr Gegenüber seinen Namen sicherlich noch einmal wiederholen. Je mehr Zeit Sie verstreichen lassen, desto unangenehmer wird es.

Ein Trick: Lernen Sie jemanden neu kennen, wiederholen Sie seinen Namen. Dann bauen Sie sich eine Eselsbrücke
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Beispiel: Frau Blumenthal stellen Sie sich als ein Blumen bewachsenes Tal vor. Allerweltsnamen wie Schmidt oder Müller bringen Sie mit Bekannten in Verbindung (Beispiel: Der heisst wie unser Nachbar).

Pünktlichkeit

Ein Sprichwort sagt: "Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige." Das gilt besonders im Geschäftsleben. Wer da unpünktlich ist, hat schnell den Ruf weg, unzuverlässig zu sein.

Tipp: Schaffen Sie sich vor Terminen ein Zeitpolster, das unvorhergesehene Verspätungen puffern kann. Und packen Sie den Terminplan nicht zu voll! Ein vernünftiges Zeitmanagement hilft.

Höflichkeit

Egal, ob Sie die Tür aufhalten oder einer Kollegin in den Mantel helfen: Kleine Aufmerksamkeiten schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Grundsätzlich gilt: Der Gastgeber ist für Gäste und Kunden verantwortlich und leitet sie durch unbekanntes Firmenterrain. Dabei lässt er den Gästen den Vortritt. In verwinkelten Fluren ist aber auch ein: "Gestatten Sie, dass ich vorgehe" erlaubt.

Visitenkarten

Niemals eine entgegengenommene Visitenkarte ungelesen einstecken, darauf Gesprächs-Notizen machen oder sie liegen lassen! Das ist extrem unhöflich.

Du oder Sie?

Einseitiges Duzen ist tabu. Und: Ihr Chef hat das Vorrecht, Ihnen das Du anzubieten, nicht umgekehrt. Hat er es auf dem Betriebsfest in einer Sektlaune gesagt? Dann sollten Sie ihn am nächsten Morgen trotzdem siezen. Wenn es beim Du bleiben soll, wird er Sie darauf hinweisen.

Kleidung

Weisse Tennissocken werden dort getragen, wofür sie erfunden wurden: auf dem Tennisplatz. Lassen Sie vermeintlich witzige Krawatten mit Comicfiguren, schmale Lederschlipse und bunte Socken lieber im Kleiderschrank.

Generell gilt: Je schlichter, desto besser. Frauen sollten auf zu kurze Röcke und tiefe Dekolletés verzichten.

Handy

Ein Handy ist für Dritte oft eine Zumutung. Stellen Sie den Klingelton möglichst leise. Private Gespräche („Schatz, was essen wir denn heute Abend?“) unterbinden oder kurz halten. Während eines Meetings sollten Sie das Handy ausschalten.

Wenn Sie wirklich wichtige Anrufe erwarten, kündigen Sie es vor der Besprechung an. Klingelt es dann, nehmen Sie das Handy mit einem „Entschuldigung“ auf und verlassen den Raum.

 

Begrüssung

Regel Nummer eins: Herren stehen bei der Begrüssung auf, Damen dürfen sitzen bleiben.


Regel Nummer zwei: Lächeln Sie bei der Begrüssung. Das lockert die Atmosphäre spürbar auf.


Regel Nummer drei: Beachten Sie die richtige Reihenfolge:
Männer und Frauen: Männer grüssen zuerst
Jüngere und Ältere: Jüngere grüssen zuerst
Mitarbeiter und Vorgesetzte: Mitarbeiter grüssen zuerst
Ankommende und Anwesende: Ankommende grüssen zuerst
Einzelne und Gruppen: Einzelne grüssen zuerst

 

Begrüssung

Was Sie nicht tun sollten:

Reichen Sie niemals jemandem auf der Toilette oder im Waschraum die Hand! Ein Kopfnicken oder ein freundliches „Guten Tag“ sind diskreter und reichen völlig aus.

Die richtige Grussformel. „Mahlzeit“ ist out. Auch zwischen Frühstück und Kaffeezeit oder wenn es in die Kantine geht. Besser: „Guten Morgen, Tag, Abend“ (je nach Tageszeit) oder, wenn das Betriebsklima es erlaubt: „Hallo“.

Vorstellen

Beim Vorstellen gibt es feste Regeln, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten. Die Rangstufe richtet sich in erster Linie nach der beruflichen Hierarchie. Gäste und Kunden sind immer die Ranghöheren. Darüber hinaus gilt wie im Privatleben: Ältere kommen vor Jüngeren, Damen vor Herren.

Heute ist es kein Problem mehr, sich selbst vorzustellen (Beispiel: „Guten Tag, ich bin...“). Wenn Sie einen akademischen Titel haben, nennen Sie ihn beim Vorstellen besser nicht – das wirkt eitel! Hier ist Understatement angesagt.

Anrede

Auch wenn's schwer fällt: Hat der Angesprochene einen Doppelnamen, sprechen Sie ihn immer in voller Länge aus. Ausnahme: Der Namensträger bietet ihnen eine Kurzvariante an.

Trägt der Angesprochene einen akademischen Grad, so sprechen Sie ihn mit diesem Titel an. Bei mehreren Titeln gilt der höchste (Beispiel: Frau Prof. Dr. Müller ist Frau Professor Müller). Bei Herren reicht ein „Dr. Müller“. Das „Herr“ können Sie weglassen. Einen Adligen grüssen Sie mit „Guten Tag, Baron (oder Graf) Greifenklau“. Auch hier fällt das „Herr“ weg.