Händeschütteln
Regel Nummer eins: Ob es zum Händeschütteln kommt, bleibt
dem Chef überlassen. Steuern Sie also nicht gleich mit ausgestreckter Hand auf
ihn zu.
Regel Nummer zwei: Schauen Sie beim
Händeschütteln dem Gegenüber in die Augen. Blickkontakt ist in unserem
Kulturkreis unverzichtbar.
Regel Nummer drei: Ein kurzer
kräftiger Händedruck ist perfekt. Drücken Sie weder zu fest zu, noch zu schwach
– beides ist für Ihr Gegenüber unangenehm und macht einen schlechten
Eindruck.
Regel Nummer vier: Die andere Hand aus
der Hosentasche nehmen, es wirkt sonst ausgesprochen unhöflich.
Regel Nummer fünf: Nicht die Hand über
den Tisch hinweg reichen, wenn es auch anders geht. Das schafft Distanz und ist
ausserdem unbequem.
Regel Nummer sechs: Neigen Sie zu
feuchten Händen? Bitte dringend vorm Händeschütteln unauffällig abwischen oder
besser waschen!
Namen merken
Peinlich, peinlich! Kaum hat Ihr Gegenüber seinen Namen genannt,
haben Sie ihn schon wieder vergessen oder Sie haben ihn gar nicht richtig
verstanden. Fragen Sie sofort nach! Nach einem freundlichen: "Entschuldigung,
ich habe Ihren Namen nicht richtig verstanden" wird Ihr Gegenüber seinen Namen
sicherlich noch einmal wiederholen. Je mehr Zeit Sie verstreichen lassen, desto
unangenehmer wird es.
Ein Trick: Lernen Sie
jemanden neu kennen, wiederholen Sie seinen Namen. Dann bauen Sie sich eine
Eselsbrücke.
Beispiel: Frau Blumenthal stellen Sie sich als
ein Blumen bewachsenes Tal vor. Allerweltsnamen wie Schmidt oder Müller bringen
Sie mit Bekannten in Verbindung (Beispiel: Der heisst wie unser
Nachbar).
Pünktlichkeit
Ein
Sprichwort sagt: "Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige." Das gilt
besonders im Geschäftsleben. Wer da unpünktlich ist, hat schnell den Ruf weg,
unzuverlässig zu sein.
Tipp: Schaffen Sie sich
vor Terminen ein Zeitpolster, das unvorhergesehene Verspätungen puffern kann.
Und packen Sie den Terminplan nicht zu voll! Ein vernünftiges Zeitmanagement
hilft.
Höflichkeit
Egal, ob Sie
die Tür aufhalten oder einer Kollegin in den Mantel helfen: Kleine
Aufmerksamkeiten schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Grundsätzlich gilt: Der Gastgeber ist für Gäste und Kunden
verantwortlich und leitet sie durch unbekanntes Firmenterrain. Dabei lässt er
den Gästen den Vortritt. In verwinkelten Fluren ist aber auch ein: "Gestatten
Sie, dass ich vorgehe" erlaubt.
Visitenkarten
Niemals eine entgegengenommene Visitenkarte ungelesen einstecken,
darauf Gesprächs-Notizen machen oder sie liegen lassen! Das ist extrem
unhöflich.
Du oder Sie?
Einseitiges
Duzen ist tabu. Und: Ihr Chef hat das Vorrecht, Ihnen das Du anzubieten, nicht
umgekehrt. Hat er es auf dem Betriebsfest in einer Sektlaune gesagt? Dann
sollten Sie ihn am nächsten Morgen trotzdem siezen. Wenn es beim Du bleiben
soll, wird er Sie darauf hinweisen.
Kleidung
Weisse
Tennissocken werden dort getragen, wofür sie erfunden wurden: auf dem
Tennisplatz. Lassen Sie vermeintlich witzige Krawatten mit Comicfiguren, schmale
Lederschlipse und bunte Socken lieber im Kleiderschrank.
Generell gilt: Je schlichter, desto besser. Frauen sollten
auf zu kurze Röcke und tiefe Dekolletés verzichten.
Handy
Ein Handy ist für Dritte oft eine
Zumutung. Stellen Sie den Klingelton möglichst leise. Private Gespräche
(„Schatz, was essen wir denn heute Abend?“) unterbinden oder kurz halten.
Während eines Meetings sollten Sie das Handy ausschalten.
Wenn Sie
wirklich wichtige Anrufe erwarten, kündigen Sie es vor der Besprechung an.
Klingelt es dann, nehmen Sie das Handy mit einem „Entschuldigung“ auf und
verlassen den Raum.
Begrüssung
Regel Nummer eins: Herren stehen
bei der Begrüssung auf, Damen dürfen sitzen
bleiben.
Regel Nummer zwei: Lächeln Sie bei der
Begrüssung. Das lockert die Atmosphäre spürbar auf.
Regel Nummer drei: Beachten Sie die
richtige Reihenfolge:
Männer und Frauen: Männer grüssen zuerst
Jüngere
und Ältere: Jüngere grüssen zuerst
Mitarbeiter und Vorgesetzte: Mitarbeiter
grüssen zuerst
Ankommende und Anwesende: Ankommende grüssen zuerst
Einzelne
und Gruppen: Einzelne grüssen zuerst
Begrüssung
Was Sie nicht tun
sollten:
Reichen Sie niemals jemandem auf der
Toilette oder im Waschraum die Hand! Ein Kopfnicken oder ein freundliches „Guten
Tag“ sind diskreter und reichen völlig aus.
Die richtige Grussformel.
„Mahlzeit“ ist out. Auch zwischen Frühstück und Kaffeezeit oder wenn es in die
Kantine geht. Besser: „Guten Morgen, Tag, Abend“ (je nach Tageszeit) oder, wenn
das Betriebsklima es erlaubt:
„Hallo“.
Vorstellen
Beim Vorstellen gibt es feste Regeln, die
Sie unbedingt berücksichtigen sollten. Die Rangstufe richtet sich in erster
Linie nach der beruflichen Hierarchie. Gäste und Kunden sind immer die
Ranghöheren. Darüber hinaus gilt wie im Privatleben: Ältere kommen vor Jüngeren,
Damen vor Herren.
Heute ist es kein Problem mehr, sich selbst
vorzustellen (Beispiel: „Guten Tag, ich bin...“). Wenn Sie einen akademischen
Titel haben, nennen Sie ihn beim Vorstellen besser nicht – das wirkt eitel! Hier
ist Understatement angesagt.
Anrede
Auch wenn's schwer fällt: Hat der
Angesprochene einen Doppelnamen, sprechen Sie ihn immer in voller Länge aus.
Ausnahme: Der Namensträger bietet ihnen eine Kurzvariante an.
Trägt der
Angesprochene einen akademischen Grad, so sprechen Sie ihn mit diesem Titel an.
Bei mehreren Titeln gilt der höchste (Beispiel: Frau Prof. Dr. Müller ist Frau
Professor Müller). Bei Herren reicht ein „Dr. Müller“. Das „Herr“ können Sie
weglassen. Einen Adligen grüssen Sie mit „Guten Tag, Baron (oder Graf)
Greifenklau“. Auch hier fällt das „Herr“ weg.