BUDDHISMUS , EINE WELTRELIGION 

 

 Die 5 Gebote des Buddhismus

  • "Die erste Regel: Nicht töten. Kein Leben eines fühlenden Wesens zerstören. Allen Lebewesen ist der Tod Leiden. Wer diese Regel beachtet, nährt sein Mitgefühl und sein Verständnis.

  • Die zweite Regel: Nicht stehlen. Was uns nicht gegeben wird, sollen wir nicht nehmen.

  • Die dritte Regel: Keine sexuellen Verfehlungen, keine Beziehungen, die Leiden für andere oder sich selbst verursachen.

  • Die vierte Regel ist die, keine Unwahrheit zu sagen. Benutzt keine Worte, die die Wahrheit verdrehen oder die Hass oder Zwietracht säen. Verbreitet keine Nachrichten, von denen ihr nicht sicher wisst, dass sie stimmen.

  • Die fünfte Regel ist die, keine berauschenden Stoffe zu sich zu nehmen. Wer berauscht ist, wird schnell alle anderen Regeln brechen.

"Wenn ihr diese Regeln befolgt, werdet ihr Leiden und Zwietracht vermeiden                                             und fremdes und eigenes Glück vervielfältigen."         (Zitat von Buddha)

GESCHICHTE DES BUDDHISMUS

In Nordindien im kleinen Königtum Shakya herrscht König Suddhodana Gautama mit seiner Gemahlin Maya. Eines Tages träumt sie von einem weissen Elefanten und fragt einen Weisen, was dies bedeutet. "Du hast einen Sohn empfangen, der einmal ein bedeutender Mensch sein wird", sagte dieser zu ihr. Im Jahr 563 v.Chr. gebährt sie einen Sohn und nennt ihn Siddharta, das heisst, "Der sein Ziel erreicht". Sieben Tage nach seiner Geburt stirbt seine Mutter.

Der junge Prinz wird von allen Problemen des Lebens ferngehalten und wächst im Palast auf, ohne ihn jemals zu verlassen. Er wird von Privatlehrern in Verwaltungskunde und in den religiösen Lehren des Hinduismus unterrichtet und hat Gleichaltrige als Spielkameraden. Mit 16 heiratet er eine Cousine und Sie bekommen ein Kind.

An vier Nächten verlässt er heimlich den Palast. Ihm begegnet in der ersten Nacht ein Greis, in der zweiten Nacht ein Verstorbener und in den weiteren Nächten ein Kranker und ein Einsiedler. Er erkennt, dass das Leben voller Leid ist und verlässt den Palast für immer. Er geht bei bedeutenden Brahmanen und Yogis in die Lehre, aber er findet keine Erleuchtung. Dann versucht er es mit Askese durch Fasten und Meditation, aber auch ohne Erfolg.

 

In einer Nacht, er ist jetzt 35 Jahre alt, sitzt er unter einem Bodhi-Baum und gibt alles Streben auf, da empfängt er die Erleuchtung und wird zum Buddha, zum "Erwachten". Er erkennt die vier grossen Wahrheiten.

Der 8- fache Pfad ist:

  1. rechte Ansicht
  2. rechte Gesinnung
  3. rechte Rede
  4. rechte Handlung
  5. rechte Lebenserwerbe
  6. rechte Bemühung
  7. rechte Achtsamkeit
  8. rechte Konzentration

 

Wer das Erwachen erlangt, bricht aus dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburt aus und löst sich nach seinem Tod im Nirwana auf.

 

Buddha verkündet seine Erkenntnis seinen Freunden, zieht lehrend von Ort zu Ort und gründet Mönchsorden, in denen das rechte Leben praktiziert werden soll. Mit 80 Jahren stirbt er.

 

Siddharta Gautama sah nicht die Notwendigkeit von Göttern, sondern betonte, dass die Menschen selbst für ihre Erlösung aus dem Leid des Lebens verantwortlich sind. Pagode

Heute gibt es fünf Lehren.

  1. Die Regeln des "Kleinen Fahrzeugs", dem Hinayana-Buddhismus oder "Weg der Alten" sind im Pali-Kanon aufgezeichnet. Aus dem Hinayana ist der Theravata entwickelt, der in Thailand, Burma, Laos und Kambodscha praktiziert wird. Man kann nur als (männlicher) Mönch und durch die Hilfe anderer Mönche das Nirvana erreichen.
  2. Die Regeln des "Grossen Fahrzeugs", dem Mahayana-Buddhismus sind in Sanskrit niedergeschrieben. Es gibt wieder Götter und Dämonen und kultische Handlungen wie Gebete und das Opfern von Blumen und Räucherstäbchen. Die Boddhisatvas, erleuchtete Menschen, die auf das Nirvana verzichten, können jedem Menschen helfen zur Erlösung zu gelangen.
  3. Das "Diamantene Fahrzeug", das Vajrayana, ist die Lehre der Mystiker. Die Seele soll geschliffen werden wie ein Diamant durch Übungen wie das Tantra-Yoga. Auch hier gibt es Götter und Dämonen, insbesondere wird die hinduistische Göttin Shiva verehrt.
  4. Der Tibetische Lamaismus ist in mehrere Schulen aufgespalten. Er stellt eine Synthese zwischen den tibetischen Naturreligionen und dem Buddhismus dar. Besondere Bedeutung haben Hilfsmittel zur Erlangung der Erleuchtung wie gesprochene Mantras ("Om mani padme hom"), Mandalas (Meditationsbilder), Übungen und Rituale.
  5. Im Shaolin-Kloster in China wurde im 5. Jahrhundert nach Christus der Chan-Buddhismus entwickelt, der in Japan Zen genannt wird. Er lehnt jeden Dogmatismus, Predigten und Schriften ab. Der Chan-Buddhismus wird in einem Lehrer-Schüler-Verhältnis vermittelt. Das wichtigste Element ist die Meditation im Lotus-Sitz "Zazen", unterstützt durch paradoxe Lehrrätsel (chin.: Kong An, jap.: Koan), durch die der Schüler lernen soll, dass man nicht durch den Intellekt zur wahren Erkenntnis gelangt. Ein Koan lautet zum Beispiel: Ein Mönch fragte Joshu in allem Ernst: "Hat ein Hund Buddhanatur oder nicht?" Joshu sagte: "MU!"

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