
Der
Glacier Express






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RhB Schnellzug 535 von Chur nach St.Moritz am
02.09.1997 auf Rheinbrücke bei
Reichenau mit E-Lok Ge 4/4III 641
Lok mit Werbung:
BERNINA-EXPRESS
Zur Geschichte der Bahn
In den goldenen Zwanzigern – aufgrund von
Erlebnisberichten begeisterter Alpinisten – entdeckte
schliesslich auch die reiselustige, gehobene Gesellschaft aller Herren Länder
herben Charme der Schweizer Alpen; ehemals abgeschiedene
Bergdörfer wie Zermatt und St. Moritz verwandelten sich in mondäne Kurorte. Die
Verantwortlichen der drei Bahngesellschaften VZ (später BVZ), RhB und FOB
nutzten das touristische Potential der 1926 eröffneten durchgehenden Strecke
Wallis-Graubünden denn auch entsprechend – mit Erfolg: Die ausschliesslich im
Sommer eingesetzten Kurswagen Brig – Chur und Brig – St. Moritz stiessen beim
Reisepublikum auf rege Nachfrage. Übrigens: Es sollte mehr als 50 Jahre dauern,
bis die Züge über die unwegsame Furka-Bergstrecke auch im Winter verkehren
konnten.
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Erste Fahrt
1930
25. Juni 1930, ein
historisches Datum: Nach Eröffnung der
Verbindungslinie Visp-Brig fuhr der Glacier Express
an diesem Tag erstmals von Zermatt nach St. Moritz.
Zur Verpflegung der Fahrgäste – man reiste in
gediegenen Salon- und umgebauten Personenwagen 1.
bis 3. Klasse – standen auf der Strecke St.
Moritz-Disentis Speisewagen zur Verfügung. Während
die VZ und RhB bereits mit den modernsten
Elektroloks jener Zeit – sogenannten «Krokodilen» –
ausgerüstet waren, hatte die noch nicht
elektrifizierte FO-Bahn ihre Dampfloks HG 3/4 im
Einsatz, die 1947 nach Vietnam versandt und in den
90-er Jahren von rührigen Förderern der
Furka-Bergstrecke wieder in die Schweiz zurückgeholt
werden sollten, wo sie einen wahren Boom auslösten:
Nostalgische Dampffahrten sind heute populärer denn
je! |
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Der
langsamste Schnellzug der Welt
Anfang
der 40er-Jahre war’s denn
soweit: Auf dem FO-Netz wurde
der elektrische Betrieb
aufgenommen, und am 1. September
1942 fand die offizielle Feier
derdurchgehenden
Elektrifizierung Brig-Disentis
statt. In den Wirren des 2.
Weltkriegs wurde der
Express-Verkehr von 1943 an
eingestellt, um 1948 leicht
verändert wieder aufgenommen zu
werden – namentlich ohne
elegante Salonwagen, aber mit
Speisewagen bis Oberalppass. Vom
Fortschritt der Technik in den
fünfziger und sechziger Jahren
profitierte auch der Glacier
Express: Schnellere
Triebfahrzeuge hatten – selbst
für den „langsamsten Schnellzug
der Welt“ – kürzere Fahrzeiten
zur Folge, und komfortable
Reisewagen sowie die
Weiterführung des Speisewagens
bis Andermatt steigerten die
Attraktivität des Glacier
Express unaufhaltsam. |
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Glacier
Express
ganzjährig
Am 1. Januar
1961 löste
die FO die
Verwaltungsgemeinschaft
mit der BVZ
(vormals VZ)
und wirkte
fortan unter
ihrer
eigenen
Bahndirektion
in Brig.
Kurios: Bis
sage und
schreibe
1982
verkehrte
der Glacier
Express
aufgrund der
nicht
wintersicher
ausgebauten
Furka-Bergstrecke
nur im
Sommer. Nach
dem
Bau-beginn
des
Furka-Basistunnels
zwischen
Oberwald und
Realp im
Jahr 1973
konnte am
26. Juni
1982
schliesslich
der
Fahrbetrieb
durch den
Tunnel
aufgenommen
werden: Der
Glacier
Express
fährt von
nun
ganzjährig! |
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Quelle
:
Der
Glacier Express

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