Zum Gedenken an den 11. September 2001 Die Wahrheit 11 September 2001
Deutsch
Die Wahrheit 11 September 2001 Deutsch http://www.youtube.com/watch?v=aksDoJ3BTfI Es ist ein wolkenloser Tag, warm
und still. Die Zwillingstürme des World Trade Centers strahlen
im
spätsommerlichen Morgenlicht. Es ist Dienstag, 11. September 2001. Noch ahnt niemand, dass sich heute die Welt verändern wird.
Das Unfassbare, Teil II: Auch in den Südturm des World Trade Centers rast eine Maschine. Millionen sahen das im Fernsehen.
"Press for Truth" Trailer (Deutsche Fassung) http://www.youtube.com/watch?v=IAMPBVJ_S0k
Ein Bild vom World Trade Center am 11. September 2001 Die folgenden Bilder
Plötzlich hielt die Welt den Atem an Das Unfassbare, Teil II: Auch in den Südturm des World Trade Centers rast eine Maschine. Millionen sahen das im Fernsehen.
spätsommerlichen Morgenlicht. Es ist Dienstag, 11. September 2001. Noch ahnt niemand, dass sich heute die Welt verändern wird.
Zehn Minuten vor dem Start werden die Passagiere von Flug American Airlines 11, der täglich um 7.45 Uhr vom Flughafen Boston Richtung Los Angeles abhebt, aufgerufen. Falls nichts dazwischen kommt, werden sie in sechs Stunden und 14 Minuten ihr Ziel erreichen. Die Geschäftsreisenden und Ferienflieger, 81 Menschen, scharen sich am Gate 26, während Stewardessen Papiere sortieren und Computerlisten prüfen. Sie notieren keine Auffälligkeiten. Alle Fluggäste passieren die Sicherheitskontrolle. Auch Mohammed Atta geht durch den Zubringerschlauch in die Boeing 767, ein kleiner, gelangweilt dreinschauender Mann. Er hat eine "Verabredung mit Gott", ebenso seine vier Komplizen an Bord. Dafür sind in ihrem Handgepäck Messer versteckt. Die Maschine wartet hinter Flug 175 der United Airlines auf die Starterlaubnis. UA 175 startet um 7.58 Uhr von Boston. Auch hier an Bord, umgeben von 56 arglosen Passagieren, ein fünfköpfiges Terror-Team. Sein Anführer, Marwan al-Shehhi, ist vor 15 Monaten in den Vereinigten Staaten angekommen und hat in Florida eine Pilotenlizenz für Verkehrsmaschinen erworben. Seine Lizenz zum Töten. Atta und al-Shehhi kennen sich schon lange. Sie kennen auch Ziad Jarrah, der um 8.01 Uhr mit der United Airlines 93 von Newark in Richtung San Francisco gestartet ist. Die drei haben in Hamburg Deutsch gelernt, Elektrotechnik, Stadtplanung und Flugzeugbau studiert. Jarrah hat am Vortag noch einen Abschiedsbrief an die geliebte Aysel abgeschickt, seine Freundin in Bochum. Jetzt beginnen die fanatischen Muslime den größten Angriff auf die Supermacht der Welt, die USA. Sie sind bestens vorbereitet: In 250 Unterrichtsstunden am Steuerknüppel sammelten die Verschwörer genug Erfahrung, um eine Boeing selbst fliegen zu können. Sie haben in Simulatoren und mit Computerprogrammen immer und immer wieder das Fliegen von Kurven geübt. Die Flüge haben die Attentäter bewusst ausgewählt: Alle Maschinen sind für Langstreckenflüge betankt, die hohen Kerosinmengen garantieren größtmögliche Sprengkraft. Ab 8.15 Uhr registriert das Flugkontrollzentrum in Nashuna, New Hampshire, seltsame Dinge: Die American Airlines 11 legt sich in eine sanfte Nordkurve, wo sie eigentlich nach Süden wenden müsste. Wenige Minuten später ignoriert das Cockpit die Anweisung, auf die Dauerflughöhe von 31 000 Fuß zu steigen. Hilflos verfolgen die Lotsen die Änderung der Flugroute. Im World Trade Center in New York, wo gut 35 000 Menschen arbeiten, hat die allmorgendliche Rush-Hour begonnen. Hunderte Leute sind mit den Fahrstühlen unterwegs in ihre Büros. Ein neuer Arbeitstag beginnt. Was die Menschen nicht wissen können: Aus einer Höhe von 900 Fuß kommt eine Boeing 767 über den Wolkenkratzern direkt auf sie zugeflogen. Um 8.46 Uhr kracht die Maschine mit einer Geschwindigkeit von 630 Stundenkilometern in den Nordturm des WTC, etwa in Höhe des 96. Stockwerks. Aus dem riesigen Einschlagloch wächst ein gigantischer Feuerball. Trümmerteile schießen durch die Luft, durchschlagen Treppenhäuser und kappen Fahrstuhlseile, so dass die Kabinen ungebremst in die Tiefe rasen. Für die Menschen oberhalb der Einschlagstelle wird der Turm zur tödlichen Falle. In den unmittelbar betroffenen Etagen kommt der Tod in Sekunden: Die Menschen verdampfen in der von 34 000 Litern Kerosin genährten Feuersbrunst. Inzwischen ist auch der Funkkontakt mit der United Airlines 175 abgerissen. Um 8.52 Uhr nehmen zwei F-15-Jagdmaschinen die Verfolgung der entführten Boeing 767 auf. Doch sie kommen zu spät. Das Passagierflugzeug hat bereits zum Sinkflug auf Manhattan angesetzt, am Steuerknüppel mutmaßlich al-Shehhi. Um 9.02 Uhr Ortszeit verfolgen Menschen in aller Welt auf ihren Fernsehschirmen, wie sich der 112-Tonnen-Jet in den Südturm bohrt und explodiert. Die Wucht des Einschlags in die 81. Etage zerstört mindestens vier Stockwerke. Die Menschen dort werden in Stücke gerissen. Sie verbrennen, ersticken oder springen verzweifelt aus den Fenstern, in einen Hunderte von Metern tiefen Abgrund. Kurz vor 9 Uhr erfährt die Einsatzzentrale der American Airlines, dass eine weitere Maschine, Flug 77 von Washington-Dulles nach Los Angeles, den Funkkontakt abgebrochen und eine Wende geflogen hat. Es herrscht höchste Alarmstufe in allen Kontrollzentren der Luftfahrtbehörde. Um 9.33 Uhr registriert die Flugkontrollstelle für Washington ein nicht identifiziertes Signal auf dem Radarschirm. Der Punkt bewegt sich schnell abwärts auf die Flugverbotszone über dem Weißen Haus, dem Washington Monument und dem Capitol zu. Zwei F-16-Jäger heben von der Langley Airbase in Hampton, Virginia, ab, um die gekaperte Maschine zu stellen. Doch das Schlimmste kann auch hier nicht mehr verhindert werden: Nach einer steilen Spirale abwärts donnert die Boeing 757 im Tiefflug über das Straßenpflaster der Hauptstadt, rasiert Bäume und Laternen, schlägt schließlich in die Westseite des Pentagon ein und explodiert. 125 Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums sterben. An Bord der American Airlines 77 kommen 53 Passagiere, sechs Crew-Mitglieder und fünf Terroristen ums Leben. Ihr Anführer, Hani Hanjour, ein zartgliedriger Saudi mit Dackelaugen und einem spärlichen Oberlippenbart, war, wie die anderen hasserfüllten Krieger, vermutlich niemandem aufgefallen. Beim ersten Auftritt vor TV-Kameras spricht George W. Bush um 9.30 Uhr, sichtlich bewegt, von einer "nationalen Tragödie". Bei dem Angriff handle es sich "offensichtlich um einen terroristischen Akt". Das kurze Statement dauert kaum eine Minute und wird aus einem Klassenzimmer in Sarasota, Florida, übertragen, wo der Präsident gerade eine Grundschule besucht. Er kündigt an, sofort nach Washington zurückkehren zu wollen. Etwa zur gleichen Zeit beginnt die vierte und letzte Entführung im Cockpit der United Airlines 93. Ziad Jarrah bringt die Maschine auf Kurs Richtung Washington, vermutlich hat er das Weiße Haus im Visier. Womit der Pilot und seine drei Kämpfer nicht rechnen: Einige der 33 Passagiere hegen den Plan, gegen die Terroristen Widerstand zu leisten. Von 10.01 Uhr an verzeichnet der Stimmen-Rekorder aus dem Cockpit Flüche und Schreie auf Englisch und Arabisch sowie Geräusche eines Kampfes. Gegen halb elf stürzt das Flugzeug im Westen Pennsylvanias ab. Der Jet fräst einen langen, tiefen Graben in die Äcker von Shanksville bei Pittsburgh und zerschellt in Stücke. Es gibt keine Überlebenden. Währenddessen brennen die Zwillingstürme in New York, das Wahrzeichen der amerikanischen Wirtschaftskraft, weiter. Hundertschaften der Feuerwehr sind am Unglücksort eingetroffen. Sie haben Alarm Nummer 5, das Maximale, was das Notstandsprotokoll der New Yorker Feuerwehr vorsieht. Die Männer arbeiten sich in den Treppenaufgängen nach oben, schleppen Äxte, Schaufeln, feuerfeste Anzüge, Sauerstoffflaschen - eine Last von 45 Kilogramm. Das Feuer, gespeist durch Unmengen von Papier in den Büros, erreicht bald 1200 Grad Celsius. Dichter schwarzer Qualm verdunkelt die Sonne und hindert Hubschrauber daran, auf dem Dach des WTC zu landen. Immer häufiger fallen Gebäudeteile von den Zwillingstürmen herunter. Die Straßen von Manhattan haben sich in eine Hölle verwandelt. Um 10.01 Uhr stürzt der Südturm ein. Die oberen Stockwerke krachen mit einer Geschwindigkeit von 200 Stundenkilometern auf den Boden. Es dauert 15 Sekunden bis das gesamte Gebäude eingestürzt ist. Eine knappe halbe Stunde später, um 10.28 Uhr, fällt auch der Nordturm wie ein Kartenhaus in sich zusammen. In den Trümmern beider Gebäude sterben 2666 Menschen, darunter 343 Feuerwehrleute, und die 157 Insassen der beiden Flugzeuge. Nur 1215 Opfer können später durch DNA-Tests der gefundenen Leichenteile identifiziert werden. In seiner zweiten Stellungnahme um 12.36 Uhr, die auf der Barksdale Air Force Base in Louisiana per Video aufgezeichnet wird, verspricht Bush, die Verantwortlichen zu jagen und zu bestrafen: "Die Freiheit selbst ist an diesem Tag angegriffen worden von einem gesichtslosen Feigling." Danach verlässt Bush die Militärbasis, denn seine Sicherheitskräfte befürchten, er selbst könne Ziel der Attentäter sein. Vorübergehend darf niemand den Aufenthaltsort des Präsidenten preisgeben. Er hält sich "an einem unbekannten Ort in den Vereinigten Staaten" auf, nur so viel wird verraten. Erst um 19 Uhr kehrt Bush ins Weiße Haus zurück. Anderthalb Stunden später hält der Präsident seine dritte und letzte Rede an diesem Dienstag: "Wir werden die Freiheit verteidigen und all das, was gut und gerecht ist in unserer Welt." An 11. September 2001 verloren über 3000 Menschen aus 62 Ländern ihr Leben.
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