Gerichtsverhandlung
unangenehm, unsicher, Die meisten Leute haben ein sehr ungutes Gefühl, wenn Sie zu einer Gerichtsverhandlung müssen.
Da ich durch meinen Beruf zwangsläufig einige Erfahrungen mitbringe, möchte ich
hier einige nützliche Hinweise/Tipps geben.

Wichtig!

 

Versuche niemals, egal vor welchem Gericht auch immer, aus falsch verstandener
Freundschaft oder weil Du es Jemanden heimzahlen möchtest oder aus sonstigen
Gründen, als Zeuge eine falsche Aussage zu machen.
Das geht meist schief und bringt verdammt viel Ärger.

 

 

 

Merke!

 

Nur die Wahrheit lässt sich beliebig oft auf Fragen wiederholen.
Nicht umsonst sagt man im Volksmund: Lügen haben kurze Beine.
Mit nahezu 100%iger Sicherheit verstrickt man sich irgendwann.

Diejenigen, die hier die Fragen stellen, wie Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt, den
Polizeibeamten möchte ich im Vorfeld hier mit dazu nehmen, sind mitunter
sehr geschickte Fragensteller, das gehört zu ihrem Job.
Ausser dem Rechtsanwalt, der immer versuchen wird, auf Zeugen einzuwirken,
um zu einem besseren Ergebnis für seinen Mandaten zu kommen, ist das Gericht
dafür da, die Wahrheit und möglichst auch den wahren Geschensablauf
herauszufinden, um so zu einem gerechten Gerichtsurteil zu kommen. Das ist die
Aufgabe einer Gerichtsverhandlung schlechthin.

Ob Recht gleich Recht ist, möchte ich allerdings dahingestellt lassen. Es ist leider
auch die Wahrheit, dass gewiefte Rechtsanwälte doch einiges mitunter hindrehen
können. Gott sei Dank, geht manches mal aber die Trickserei auch schief und
es obsiegt das Recht.

 

 

 

Bedenke!

 

Vor Gerichten wird nicht nur gegen Ganoven verhandelt. Jedem anständigem
Bürger kann dies auch passieren, ganz besonders leicht den Autofahrer oder
in einem Zivilverfahren etwa beim Streit mit dem Nachbar.

 

 

 

 

 

Es gibt zwei Arten von Gerichtsverhandlungen

 

 

 

Strafprozess

 

Den Strafprozess regelt die Strafprozessordnung und er dient der Staatsanwaltschaft
und den Strafgerichten dazu, die Schuld oder Unschuld eines Angeklagten
festzustellen und den staatlichen Strafanspruch zu verwirklichen. Hier kommen
nur sogenannte Offizialdelikte, von Staatswegen verfolgte, zur Anklage.
Private Auseinandersetzungen wie Nachbarschaftsstreit, Hausfriedensbruch
gehören hier nicht her. Dazu sind die Zivilgerichte da und deren
Verfahrensordnung ist die Zivilprozessordnung.

 

 

 

Achtung!

 

Gerichtsprozesse können sehr, sehr teuer werden. Erkundige Dich vorher an
kompetenter Stelle und stelle so fest, wie Deine geplante Vorgehensweise
aussehen soll. Bedenke dabei auch, dass Rechtsanwälte dazu da sind, Prozesse
zu führen, das ist ihr tägliches Geschäft, damit verdienen sie ihr Geld. Bedenke
aber auch, dass es viele Gerichtsinstanzen und demgemäss viele Juristen gibt.
Frage verschiedene Juristen zu einem Fall und es werden meist unterschied-
liche Vorgehensweisen herauskommen (es ist oft eine Frage der Interpretation).

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