Tierversuche: Ein sadistischer Skandal
Vivisektion, der Brauch, an Tieren Experimente durchzuführen, hat seinen Ursprung in dem religiösen Verbot, menschliche Körper aufzuschneiden. Als die religiösen Führer schliesslich dieses Verbot aufhoben, war es schon zu spät: die Vivisektion hatte sich schon fest in medizinischen Einrichtungen und Bildungsanstalten etabliert.
Allein in der Bundesrepublik Deutschland leiden und sterben jährlich noch immer mehrere Millionen Tiere im Tierversuch. Nach Schätzungen sterben jährlich 60 bis 100 Millionen Tiere in Versuchslabors in den USA. (1) Die meisten davon sind Ratten und Mäuse, die von millionenschweren Firmen speziell für den Verkauf an Labors gezüchtet wurden. Der grösste Versuchstierzüchter in den Vereinigten Staaten ist die Firma Charles River Breeding Laboratories (CRBL) mit Hauptsitz in Massachusetts; sie gehört zur Bausch und Lomb-Gruppe und hat 40-50 Prozent des Marktes für Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, Hamster, Wüstenrennmäuse, Rhesusaffen, importierte Primaten und Minischweine inne.


Mäuse und Ratten fallen in den USA noch nicht einmal unter die Vorschriften des Tierschutzgesetzes, sodass das amerikanische Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agriculture, USDA) keine amtliche Registrierung von kommerziellen Züchtern dieser Nager verlangt und die Einrichtungen durch die Tier- und Pflanzen- Gesundheitsbehörde des USDA (Animal and Plant Health Inspection Service, APHIS) inspiziert werden.(3) In der BRD sind ca. 80% der Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben und müssen deshalb den Behörden nur angezeigt werden. Lediglich die restlichen 20% unterliegen einer Genehmigungspflicht. Nach wie vor werden selbst die grausamsten Tierversuche genehmigt, da sie einerseits in verschiedenen Gesetzen vorgeschrieben sind, andererseits die im Grundgesetz verankerte Freiheit von Forschung und Lehre Vorrang vor dem Tierschutzgesetz hat.
Hunde und Katzen werden ebenfalls in Versuchen verwendet. Sie stammen von Züchtern wie CRBL oder von organisierten Tierfängern, die streunende Tiere aufsammeln, Jungtiere von arglosen Leuten aufkaufen, die ihre Haustiere Nachwuchs bekommen liessen, Tiere aufgrund von Anzeigen bekommen, in denen Tiere "kostenlos in gute Hände" abzugeben sind, oder Tiere in Fallen fangen oder stehlen. Vögel, Frösche, Schweine, Schafe, Kühe und viele normalerweise wildlebende Tiere (z.B. Präriehunde und Eulen) sind häufig Opfer der Tierversuche. Unglücklicherweise werden von den Vivisektoren immer mehr Tiere benutzt, die als weniger "niedlich" empfunden werden, weil sie glauben, dass sich die Leute über die Qualen eines Schweines oder einer Ratte nicht in dem Masse aufregen, wie sie es bei einem Hund oder einem Kaninchen tun würden, auch wenn sie genauso leiden wie diese.


Zahlen für Qualen


Die Nationale Gesundheitsbehörde (National Institutes of Health, NIH) in den USA ist der weltgrösste Finanzier von Tierversuchen. Sie gibt jährlich 7 Milliarden Dollar an Steuergeldern aus, von denen etwa 5 Milliarden in Studien fliessen, an denen Tiere beteiligt sind. (5) Die Steuergelder werden auch für qualvolle Experimente ausgegeben, die in Militäreinrichtungen durchgeführt werden, einschliesslich Wundexperimenten, Versuchen mit radioaktiver Verseuchung, Studien zur Wirkung von chemischen Waffen und anderen Verstümmelungs- und Tötungsprozeduren.
Private Institutionen und Firmen investieren ebenfalls in die Vivisektions- Industrie. Viele Hersteller von Haushaltsprodukten und Kosmetika pumpen ihre Produkte immer noch in Tiermägen, reiben ihre blankrasierte Haut damit ein, schmieren sie ihnen in die Augen und zwingen sie, Produkte aus Spraydosen einzuatmen. Wohltätigkeitsorganisationen wie die Amerikanische Krebsgesellschaft verwenden ihre Spenden von Privatbürgern, um damit Tierexperimente finanziell zu fördern.


Es werden Versuche für die Landwirtschaft an Kühen, Schafen, Schweinen, Hühnern und Truthähnen durchgeführt, um Wege zu finden, damit Kühe mehr Milch und Schafe mehr Wolle geben und alle Tiere noch mehr Nachkommen erzeugen und damit sie "fleischiger" werden.


Schlechte Wissenschaft
Es gibt viele Gründe, sich gegen Vivisektion
auszusprechen, z.B. die Tatsache, dass unter den Ratten, Kaninchen, Hunden, Schweinen und Menschen enorme physiologische Unterschiede bestehen. Eine Studie aus dem Jahr 1989 zur Bestimmung der Karzinogenizität von Fluorid zeigte dies deutlich. Etwa 520 Ratten und 520 Mäuse bekamen eine tägliche Dosis dieses Minerals über einen Zeitraum vom zwei Jahren. Nicht eine einzige Maus wurde irgendwie nachteilig von dem Fluorid beeinflusst, jedoch erlitten die Ratten gesundheitliche Schäden, darunter auch Krebs im Mund und an den Knochen. Da Testdaten nicht einmal exakt von einer Maus auf eine Ratte übertragen werden können, besteht wohl kein Zweifel, dass sie auch nicht von irgendeiner Spezies auf den Menschen übertragbar sind.


In vielen Fällen verletzen die Versuche nicht nur die Tiere und verschwenden dabei auch noch Geld, sie verletzen und töten auch Menschen. Die Arzneimittel Thalidomid (Contergan), Zomax und DES wurden allesamt an Tieren getestet und für sicher befunden, hatten jedoch ganz verheerende Folgen für die Menschen, die sie benutzten. Eine sehr lange Liste an Medikamenten, die solche verheerenden Nebenwirkungen hatten, jedoch an Tieren getestet und für sicher befunden waren, ist bei Ärzte gegen Tierversuche, Nusszeil 50, 60433 Frankfurt erhältlich.


Ein Bericht der statistischen Bundesbehörde der USA, (General Accounting Office), herausgegeben im Mai 1990, besagt, dass mehr als die Hälfte der in den USA verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die von der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA) von 1976 bis 1985 zugelassen wurden, Nebenwirkungen hatten, die schwerwiegend genug waren, um die Medikamente vom Markt zu nehmen oder mit neuen Packungshinweisen zu versehen. Alle diese Arzneimittel waren an Tieren getestet worden.


Tierversuche leiten auch die Forscher in ihren Studien fehl. Dr. Albert Sabin, der die Polio-Schluckimpfung entwickelte, nannte als Beweis für die Gefahren, die von einer Forschung ausgehen, die sich auf Tierversuche stützt, bei einer Kongressanhörung das folgende Beispiel: "Der paralytischen Polio konnte man nur Herr werden, indem man die irreversible Zerstörung der grossen Zahl an motorischen Nervenzellen verhinderte; diese Arbeit der Prävention wurde verzögert, weil man eine irrige Vorstellung von der Art der Erkrankung
beim Menschen hatte, die daherrührte, dass man völlig irreführende Krankheitsmodelle in Experimenten an Affen zugrundelegte."


Heilen, ohne Schmerzen zu bereiten
Das Ärztekomitee für verantwortungsbewusste Medizin (Physicians Committee for Responsible Medicine, PCRM) berichtet, dass wissenschaftliche Forschungsmethoden ohne Tierversuche viel genauer sind und weniger kosten- und zeitintensiv als traditionelle Forschungsmethoden auf der Grundlage von Tierversuchen. Patienten, die händeringend auf wirksame Arzneimittel und Behandlungsmethoden warten, könnten Jahre des Leidens erspart werden, würden Firmen und Regierungsvertreter den Weg endlich freimachen für effektive Alternativmethoden zu Tierversuchen. Es würde weniger Unfälle mit tödlichem Ausgang aufgrund der Verwendung von Medikamenten oder Behandlungsmethoden geben, würden sture Bürokraten und reiche Vivisektoren die viel genaueren Alternativmethoden verwenden.


Es verwundert nicht, dass gerade diejenigen, die sich an Tierexperimenten bereichern oder durch die Belieferung der Vivisektoren mit Käfigen, Primatenstühlen, Futter für Käfigtiere (wie z.B. Lab Chow von Purina Mills) und kleine Guillotinen zur Vernichtung der Tiere, deren Leben nicht länger als nützlich angesehen wird, auf ihrer Meinung beharren, dass fast jeder medizinische Fortschritt durch die Verwendung von Tieren erreicht worden sei. Wie dem auch sei, jedes Medikament und jedes Verfahren wird an Tieren getestet, bevor es auf den Markt kommt. Das bedeutet nicht, dass Tierversuche unschätzbar waren, unersetzlich oder unwichtig oder dass Alternativmethoden nicht hätten verwendet werden können.


Dr. Charles Mayo, der Gründer der weltbekannten Mayo-Klinik, erklärt: "Ich verabscheue Vivisektion. Sie sollte doch wenigstens stark eingeschränkt werden, oder besser noch, ganz abgeschafft. Ich weiss von keiner Errungenschaft auf Grundlage der Vivisektion und von keiner wissenschaftlichen Entdeckung, die nicht auch ohne solche Barbarei oder Grausamkeit hätten erreicht werden können. Die ganze Sache ist einfach von grundauf schlecht."
Schmerzen verhindern Menschen werden, wie alle anderen Tierarten, krank und können sterben. Wir werden niemals unsterblich werden. Wir können die meisten Fälle der drei wesentlichen Erkrankungen mit Todesfolge, nämlich Herzerkrankungen, Krebs und Schlaganfall, verhindern, wenn wir weniger Fett und vegetarisch essen, nicht rauchen und nicht übermässig Alkohol trinken würden. Diese einfachen Veränderungen
in unseren Lebensgewohnheiten könnten dazu beitragen, Arthritis, Altersdiabetes, Geschwürbildungen und eine lange Liste weiterer Erkrankungen zu verhindern.
Andere Krankheiten und Unfälle, die zu verhindern wir bisher nicht gelernt haben, dürfen nicht anderen Tieren angelastet werden. Es gibt keine moralische Rechtfertigung dafür, Tiere in Gefangenschaft zu halten, sie mit Elektroschocks zu behandeln, mit Chemikalien vollzupumpen oder gar aufzuschneiden, nur weil wir sterblich sind und vor dem Sterben Angst haben.


Das System ändern
Schreiben Sie noch heute an Ihre Gesetzgeber, um Ihrer Betroffenheit hinsichtlich der Tiere, die in Versuchen benutzt werden, Ausdruck zu verleihen. Drängen Sie sie, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Wissenschaftler aus dem dunklen Zeitalter, wo Tiere noch im Namen der Wissenschaft abgeschlachtet wurden, herauszuholen.

 

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