VW hat den New
Beetle, BMW den New Mini, und bald wird es möglicherweise auch einen neuen trabi
geben. Ein Modellautohersteller will den Kultwagen aus der DDR-Zeit wieder
auflegen. Mit aufgefrischtem Design, moderner Technik und endlich mehr als zwei
Zylindern könnte der New trabi schon ab 2009 wieder über die Strassen rollen.
Die Pläne hat die Firma Herpa aus Dietenhofen längst gemacht, die Namensrechte
sind gekauft und auf der IAA (13. bis 23. September in Frankfurt) dürfen Fans
und Freunde über das Modell abstimmen. An Erfahrung mangelt es den Bayern dabei
nicht – sie sind zwar alle etwas kleiner, doch ein paar hunderttausend trabis
haben sie bei Herpa seit 1990 schon auf die Räder gestellt.
Was unter der vielleicht aus Kunststoff oder aus Blech, aber sicher nicht mehr
aus Duroplast gefertigten Karosserie mal für eine Technik stecken könnte, ist
noch nicht entschieden. Denn erst einmal will Klaus Schindler, Mitglied der
Geschäftsleitung der Firma Herpa, die Messegäste auf der IAA um ihre Meinung
bitten und die Planungen erst dann weiter vorantreiben. Ausserdem will Herpa bei
den kleinen Modellen bleiben und nicht zu einem echten Automobilhersteller
aufsteigen.
Stattdessen soll irgendwann einmal Konzept und Name verkauft und als Lizenz
geführt werden, heisst es in Interviews. So interessiert sich die Firma Funke &
Will, die bei Dresden den Yes-Roadster baut, für den New trabi. Nach Angaben von
Herpa können sich die Dresdener gut vorstellen, das Kultauto auf Basis des 1er
BMW von Grund auf neu aufzubauen.